Mit Hoffenheim 2 gastiert ausgerechnet die beste Auswärtsmannschaft der 3. Liga bei Schlusslicht Schweinfurt, das eine schwere Verletzung beklagt

Mit Hoffenheim 2 gastiert ausgerechnet die beste Auswärtsmannschaft der 3. Liga bei Schlusslicht Schweinfurt, das eine schwere Verletzung beklagt

SCHWEINFURT – Heimspiel sieben bringt das zweite Gastspiel eines Mitaufsteigers mit sich. Und erneut am Samstag ab 14 Uhr die Chance für den FC 05, nach sechs Niederlagen endlich das erste Erfolgserlebnis einzufahren. Gegen einen starken Rivalen, der für ein Wiedersehen sorgt.

Stefan Kleineheismann war Ende des letzten Jahrzehnts und bis Corona ein Teil des Schnüdel-Teams, das danach schon mal knapp an Havelse und am Aufstieg in die 3. Liga scheiterte. Danach beendete der heute 37 Jahre alte Fürther seine aktive Karriere, war erst in Bielefeld und in Fürth Co-Trainer und übernahm im Sommer die Hoffenheimer Zweite – kurzfristig, nachdem Kleineheismann an sich für die U19 vorgesehen war. Doch weil Aufstiegstrainer Vincent Wagner zum Zweitligisten SV Elversberg wechselte (und dort nun höchst erfolgreich arbeitete), sprang der Franke schnell eine Stufe nach oben.

Und betreut nun ein Team, das als Sechster bereits 18 Punkte mehr auf dem Konto hat als die Schweinfurter, das Cottbus (4:1), 1860 München (5:1 auswärts), Osnabrück (4:0 auswärts) und jüngst Waldhof Mannheim deutlich schlug, dass auch in Aachen und Rostock gewann, die Auswärts-Tabelle anführt und beim Schlusslicht deutlicher Favorit ist. 24 Akteure kamen bereits zum Einsatz, alles große Talente wie der 20 Jahre alte Ayoube Amaimouni-Echghouyab, Albtraum eines jeden Stadionsprechers und durch bereits sechs Saisontore auch der gegnerischen Abwehrspieler.

„Die haben junges Personal, sind in allen Mannschaftteilen gut besetzt und haben gezeigt, dass sie in der Liga angekommen sind. Die werden wir Stuttgart 2 im vorderen Drittel der Tabelle landen“, kann Victor Kleinhenz eigentlich nur loben und kennt kaum Schwächen des Gegners. Wie man den schlagen kann? War beim Pressegespräch vorab diesmal explizit kein Thema!

Aber: „Wir haben nun gegen die drei formstärksten Mannschaften der 3. Liga, Verl, Osnabrück und Essen, jeweils knapp mit 1:2 verloren“, will der Schweinfurter Trainer damit ausdrücken, dass die Leistungen zuletzt immer gut waren. Es fehlte hat stets irgendwas für wenigstens einen Punkt. Doch vielleicht klappt es ja diesmal. „Extrem viel Spieler aus der Startelf von Essen werden wir nach dem guten Auftritt dort sicher nicht austauschen“, sagt Kleinhenz.

Einen muss er rausnehmen: Sebastian Müller (auf dem Aufmacherbild) riss sich in Essen in der Schlussphase das hintere Kreuzband. „Wir hatten gehofft, dass es nur eine Prellung ist“, so der Coach. Doch Mittwoch kam das Ergebnis per MRT. Das Gute: Die Vetletzung wird konservativ behandelt, Müller srattet sofort mit der Reha und könnte vielleicht schon im Januar deshalb ein Thema sein, wenn der FC 05 nach der kurzen Winterpause auch auf die Rückkehr von Nils Piwernetz und Leo Langhans hofft. Beide fallen weiter aus, Erik Shuranov ist noch kein Thema, Fabio Luque-Notaro vielleicht, während hinter Maxi Weisbäcker und Uche Obiogumu jeweils noch Fragezeichen stehen. Und auch wenn Ekin Celebi wieder in den Kader zurück kehrt: Der ist personell ziemlich geschrumpft.

Gut, dass Celebi mehrere Positionen spielen kann. „Außer Torwart und Stoßstürmer traue ich ihm alles zu“, sagt Victor Kleinhenz, der von Nick Doktorczyk schwärmt („er hat es nun drei Mal hervorragend gemacht!“) und der jetzt schon ankündigte, dass es in der anschließenden, dritten Länderspielpause wohl wieder eine Testpartie gegen einen Erst- oder Zweitligisten geben wird, wohl er neut unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Den Gedanken, sogar zwei Mal zu kicken, ehe es nach Rostock geht, verwarf der Verein wieder. Die vielen Verletzten….

Eher wenig statt viel: Das gilt in Sachen Kulisse. Aus Hoffenheim haben sich 20 Mitreisende angekündigt. Und wenn der FC 05 unter der letzten Woche nicht rund 1500 Freikarten an 15 Schweinfurter verteilt hätte, wäre sogar eine Gesamtzahl von unter 1000 Zuschauern angesichts des Wetters nicht unrealistisch gewesen. So aber kommt Hoffenheim 2 auch mit Influencer Nader El-Jindaoui. Der Spieler hat unter anderem über zwei Millionen Follower auf Instagram. Sowas ist heutzutage halt auch im Fußball wichtig.

Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:

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