HASSBERGE – Erster gegen Vierter und Zweiter gegen Dritter: Wenn am Sonntag ab 15 Uhr der Anpfiff auf den Fußballplätzen erfolgt, dann steigen in der Schweinfurter A-Klasse 4 gleich zwei Spitzenspiele.
Am Start sind vier kürzlich noch in der Kreisklasse beheimatete Vereine, die wohl Meisterschaft und Relegationsplatz unter sich ausmachen.
Zumindest scheint das so nach zehn und elf absolvierten Partien von 24 in dieser Saison in der 13er Liga. Es ist also bald Halbzeit. Nur noch eines der Teams ist ohne Niederlage – und bei diesem Tabellenführer sollte der Vierte möglichst nicht verlieren, um nicht den Anschluss zu verlieren.
Denn dieser FC Neubrunn (22 Punkte) hat eine Partie mehr bestritten als seine Rivalen. Und schon drei Mal verloren. Aber zuletzt eben vier Mal gewonnen, wenngleich jüngst gegen Schlusslicht SG Untertheres/Buch sehr mühevoll mit 3:2. Mit Tim Steppert (8 Tore), Julian Wunderlich (7) und Richard Stretz (6) hat Neubrunn drei gute Torschützen in seinen R eihen.
Ob das freilich reicht, um in Ostheim bei der SG Lendershausen zu bestehen? Die empfing erst letzten Sonntag den TSV Westheim zu einem Spitzenspiel. Noa Hartling erzielte zehn Minuten nach der Pause das Goldene Tor für den Tabellenführer (28 Punkte), der von seinen zehn Partien nur das gegen Steinsfeld (1:1) nicht gewann und der mit Rico Hau (8), Florian Hau (6) und Jonas Scheuring (5) drei gute Schützen in seinen Reihen weiß.
2023/24 spielte Lendershausen/Ostheim eine Saison in der Kreisklasse, musste aber über die Relegation genauso wieder nach unten, wie man ein Jahr zuvor durch einen Sieg im Entscheidungsspiel in Schonungen gegen Unterhohenried aufgestiegen war. 2024 verlor man im Haßfurter Stadion an der Flutbrücke ausgerechnet gegen Westheim mit 0:1.
Hauptverfolger ist die SG Stettfeld/Steinbach (25 Punkte), das Fusionsteam, das zu Corona jeweils eigenständig noch in der Kreisklasse (Stettfeld) und sogar der Bezirksliga (Steinbach) spielte. Nach dem Abstieg (in der Relegation in Wonfurt gegen Kirchaich) verlief der Re-Start in der A-Klasse mit dem 2:5 zuhause gegen Neuschleichach ernüchternd.
Doch danach gab´s nur – bis auf das Remis kurioser Weise auch gegen Steinsfeld – nur Kantersiege, darunter ein 12:1 gegen Untertheres oder jüngst ein 7:1 gegen Nassach. Offensiv sind die Stettfelder / Steinbacher bestens besetzt mit dem neuen Spielertrainer Lars Tully (16 Tore), mit Christopher Imhof (8), Besart Isufi, Lois Jilke und Stefan Seufert (alle 6). Auf dem Aufmacherbild sieht man Oldie Seufert rechts im besagte Spiel gegen Kirchaich.
In Steinbach geht´s am Sonntag gegen den TSV Westheim aus der Gemeinde Knetzgau. Der Kreisklassen-Absteiger ist Tabellendrittter (23 Punkte) und steckt nach sieben Startsiegen in einer kleinen Krise. Auf die Remis gegen Wonfurt und in Nassach folgte bereits genannte Niederlage in Lendershausen. Fabian Amend, kurioser Weise ein Steinsfelder, ist mit sechs Toren der gefährlichste Mann. Gegen sein altes Team ging er trotz 5:0-Erfolg jedoch leer aus.

