VERLieren verboten: Vor der Länderspielpause muss der FC 05 nun ein Zeichen setzen

VERLieren verboten: Vor der Länderspielpause muss der FC 05 nun ein Zeichen setzen

SCHWEINFURT – Nur ein Sieg und gerade mal drei Punkte aus neun Partien bedeutet nach nun rund einem Viertel der Fußball-Saison zwar noch nicht den definitiven Abstieg. Was auch bei einer weiteren Pleite am Samstag ab 14 Uhr nicht der Fall wäre. Aber: Der FC 05 darf gegen den SC Verl nicht VERLieren.

Was erstmal rein gar nichts mit dem Gegner zu tun hat, der am Mittwoch erst in der Nachspielzeit vor rund 2700 Fans den 2:2-Ausgleich gegen Ingolstadt kassierte, der Platz elf belegt, mit zehn Punkten mehr als die Schnüdel. Fünf davon sammelte das Team aus der 26.000 Einwohner-Stadt im Kreis Gütersloh auswärts ein, während die Schweinfurter daheim mit 1:11 Toren und null Zählern ihrem Publikum nun etwas bieten müssen.

Der Minusrekord in Sachen Fans wird sich nicht vermeiden lassen, auch weil Verl wohl kaum Anhänger mitbringt. Dass die Stadt dennoch – siehe unten – den Kasernenweg und nach dem Spiel die Niederwerrner Straße sperrt, die Parkplätze am Eisstadion und in der Willi-Kaidel-Straße für Gäste vorsieht, dass das Parken auf dem Volksfestplatz 5 Euro kostet, wird nicht unbedingt bei denjenigen große Lust erzeugen, die dem FC 05 aktuell eher skeptisch gegenüber stehen.

Um die 3000 Zuschauer erwartet der Verein dennoch, 100 bis 150 für den Gästeblock. Mit dem SC Verl kommt ein bekannter Trainer zurück nach Unterfranken: Tobias Strobl, inzwischen 37 Jahre alt, war von Ende 2019 bis Anfang 2022 etwas mehr als zweieinhalb Jahre für die Schnüdel verantwortlich, ehe er im April vor drei Jahren aus auch heute noch kaum nachvollziehbaren Gründen von heute auf morgen ausgerechnet am 1. April entlassen wurde.

„Wenn ich von einem ordentlichen Verhältnis zu ihm reden würde, dann wäre das untertrieben“, gibt Victor Kleinhenz, dem Vereinsboss Markus Wolf kein Endspiel aufdiktierte und somit eine Job-Garantie aussprach, zu, dass Strobl ein richtig guter Freund des Wartmannrother ist, dass sich auch Frauen und Kinder gut verstehen. Unser Bild zeigt beide zu gemeinsamen Zeiten im Nachwuchs des FC Augsburg in der Saison 2023/24. Erst am Donnerstagfrüh tauschte man sich per WhatsApp aus, Montag telefonierten beide noch. „Auf das Wiedersehen aber hätten ich mich noch mehr gefreut, wenn die sportliche Situation eine andere wäre.“ Verl sei „das Nonplusultra, was das Spielerische in der 3. Liga betrifft. Es wird Phasen geben am Samstag, in denen wir richtig leiden müssen. Wir müssen trotzdem schauen, dass wir vor deren Kiste kommen. Dass Verl verwundbar ist, hat man in den letzten Wochen aber auch gesehen.“

Strobls Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen verlor bislang erst zwei Mal in dieser Saison. Aachen und Cottbus schlugen die Verler, was dem FC 05 nicht gelang. Dafür gewannen die Schnüdel gegen Ingolstadt, als sie bewiesen: Es geht doch! Samstag muss es wieder gehen. Sonst kann sich Vorstand, Geschäftsführer und Hauptsponsor Markus Wolf in der dann folgenden Länderspielpause überlegen, ob er die bis Mai dauernde Saison mit noch 28 Partien fast ausschließlich in der kalten Jahreszeit komplett herschenken will.

Personell fehlen außer den veletzten Eric Shuranov und Leonhard Langhans die suspendierten Martin Thomann und Kevin Frisorger. Ob die in Ulm nicht berücksichtigten Michael Dellinger, Tim Latteier und Lucas Zeller wieder dabei sind, will Kleinhenz erst noch entscheiden. „Lucas schätze ich unheimlich. Aber es gibt ein, zwei Themen, bei denen ich bei ihm keine Fortschritte sehe. Deshalb hat er eine Denkpause bekommen.“ Aus Gründen der Belastungssteuerung sind weitere Änderungen möglich, gerade bei Spielern, die nun schon zwei Mal 90 Minuten auf dem Rasen standen.

Generell spricht der Coach nach den zwei 1:5-Niederlagen von „zwei höchst unterschiedlichen Spielen. Und auch wenn das keiner hören will: Bis zur 78. Minute wra das in Ulm ein ordentliches Auswärtsspiel, ausgeglichen und mit 11:11 Torschüssen. Hängen bleibt freilich das Ergebnis…“ weiß Kleinhenz, der nun endgültig die Herangehensweise anpassen will mit mehr Stabilität, „damit der Gegner erst gar nicht den Raum bekommt für ein Umschaltspiel.“

Dass der FC 05 15 seiner 25 Gegentore in der letzten halben Stunde kassiert, sei auch eine Kopfsache. „Gemeinsam die Situation bewältigen und meistern“ möchte er mit dem Team. „Das lebt und hat in Ulm eine Reaktion gezeigt, auch wenn die Niederlage schmerzvoll ist. Wir kassieren zu einfache Gegentore und nach vorne ist es zu wenig Ertrag.“

Ob das Testspiel in der anschließenden Länderspielpause gegen den 1. FC Nürnberg (wohl Freitag um 12 Uhr im Sachs-Stadion) unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, ist noch offen. Ebenso offen: Das V.I.P.-Zelt acht Tage später, zumindest das Erdgeschoss mit Platz für bis zu 200 Fans, die sich drinnen auf Bildschirmen zusammen das Auswärtsspiel in Großaspach beim VfR Stuttgart 2 anschauen können. Der Pilotversuch des Public-Viewings startete am Mittwoch mit30 Besuchern, die bei freiem Eintritt etwas trinken können und für die auch Brotzeiten angedacht sind. Um 13 Uhr am 18. Oktober öffnet das Zelt.

Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:

FC Schweinfurt 05 empfängt SV Verl
Hinweis auf Parkmöglichkeiten und Verkehrseinschränkungen

Der FC Schweinfurt 05 empfängt am Samstag, den 04. Oktober um 14:00 Uhr die Mannschaft SC Verl in der Riedel Bau Arena im Sachs Stadion.

Die Stadt Schweinfurt empfiehlt allen Fußballfans, frühzeitig ihren Weg ins Stadion zu finden, da am Spieltag mit erheblichem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Für alle Heimfans, die mit dem Auto kommen, stehen folgende Parkmöglichkeiten zur Verfügung:

Parkharfen am Volksfestpatz für Presse und VIPs (P 1.1)
Volksfestplatz (P 1.2)
Geschwister-Scholl-Straße (P 1.3)
Niederwerrner Straße 

Für Gästefans (Zufahrt ausschließlich über Willi-Kaidel-Straße möglich):

Parkplätze Eisstadion (P 2.1)
Parkplätze in der Willi-Kaidel-Straße (P 2.2)

Die entsprechenden Parkmöglichkeiten sind über das Parkleitsystem ausgeschildert. Für die Parkplätze auf dem Volksfestplatz werden Gebühren in Höhe von 5 Euro erhoben. Die Parkharfen sind nicht öffentlich nutzbar, sondern lediglich für VIPs und Presse vorgesehen.

Schwerbehindertenparkplätze sind sowohl für Heim- als auch Gästefans in der Straße Am Volksfestplatz vorhanden.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass am Spieltag der Kasernenweg gesperrt sein wird. Eine Zufahrt in den Stadtteil Yorktown ist in dieser Zeit nur über die Willi-Kaidel-Straße möglich.

Auch die Niederwerrner Straße wird im Bereich zwischen Richard-Wagner-Straße und John-F.-Kennedy-Ring im Anschluss an das Spiel für ca. 30 Minuten gesperrt sein.

Alle Informationen zu den Parkregelungen bei Heimspielen des FC Schweinfurt 05 sind auch auf der städtischen Homepage unter www.schweinfurt.de zu finden.

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