Die nächste Klatsche: Auch in Ulm stellt die die Frage nach der Drittliga-Tauglichkeit der Schnüdel

Die nächste Klatsche: Auch in Ulm stellt die die Frage nach der Drittliga-Tauglichkeit der Schnüdel

SCHWEINFURT – Dass der FC 05 kurz vor Spielende letzten Samstag gegen Aachen zwischenzeitlich ein Torverhältnis von 5:19 aufwies, was ja zu einem 1905 gegründeten Verein irgendwie passt, fiel nur den wenigsten auf. Nach Ulm am Mittwoch und vor Verl am Samstag sticht jedoch ins Auge: In dieser Verfassung haben die Schnüdel in der 3. Liga nichts zu suchen!

Die Partie am Mittwochabend im Donaustadion beim Zweitliga-Absteiger brachte binnen weniger Tage das zweite 1:5. Und wieder absolute Ernüchterung durch einem Auftritt, nach dem es nun 6:25 Treffer sind und sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer bei dem deutlich schlechteren Torverhältnis im Vergleich zu Aue, dem 1:0-Sieger in Aachen.

Mit Tim Latteier und Mike Dellinger wurden nach Martin Thomann und Kevin Frisorger zwei weitere Akteure aus dem Kader verbannt. Hier wie da ohne offizielle Mitteilung, ohne Statement, aber mit der Befürchtung, dass es bis Weihnachten schwer werden könnte, noch elf Mann dauerhaft zusammen zu bekommen, wenn das so weiter geht mit den Suspendierungen… Auch Lucas Zeller fehlte überraschend im Kader.

Dennis Chessa traf am Mittwochabend bereits nach einer Viertelstunde für Ulm. Doch fast im Gegenzug besorgte Joshua Endres (auf dem Bild) im Nachsetzen nach Flanke von Luca Trslic den Ausgleich. Sowas sollte Selbstvertrauen geben. Doch ein schlimmer Fehlpass von Uche Obiogumu leitete einen Konter und das 2:1 durch den letztlich abstaubenden Niklas Kölle ein – da waren auch erst 20 Minuten vorbei. Noch war freilich alles drin für die Schweinfurter und die Partie eine auf Augenhöhe – wie schon so oft.

Doch abermals gingen die lange Zeit gut mithaltenden Gäste, die allerdings lange Zeit ohne echte Chancen blieben, in der Endphase unter. 20 Minuten vor Schluss köpfte Elias Löder völlig freistehend zur Vorentscheidung ein. Wieder im Gegenzug scheiterte Sebastian Müller am Pfosten, wenig später Johannes Geis an Keeper Ortag. Ganz so viel fehlte also wieder mal nicht.

Doch das Entscheidende ist: Zur nicht vorhandenen Durchschlagskraft und immer wieder grauenvollen individuellen Patzern kommt die Anfälligkeit hinten. Wieder Kölle machte in der 77. Minute mühelos den Deckel darauf, auf das 4:1 folgte sogar noch Lucas Röslers Chipball zum 5:1 gegen am Ende sich aufgebende Gäste.

Zwei Tore zu hoch fiel der Sieg vor den 8.552 Zuschauern zwar aus, aber auch das Lob der Ulmer hilft den Schweinfurtern nicht. Die kündigten vor der Partie an, dass eine defensive Herangehensweise zwar durchaus denkbar sei, man den Bus aber nicht vor des Gegners Tor parken wolle. Gegen Aachen und auch diesmal stellten die Unterfranken aber noch nicht mal ein Wolf Möbel-Regal vom Hauptsponsor dort ab….

FC 05: Stahl – Trslic, Meißner, Krätschmer (ab 79. Doktorczyk), Celebi (ab 70. Bausenwein) – Angleberger (ab 60. Fery), Böhnlein – Obiogumu (ab 46. Müller), Geis, Endres – Tranziska (ab 79. Grimbs).

Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:

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