Demenz besser verstehen sowie Rat und Hilfe bei „Depression und Burnout“

Demenz besser verstehen sowie Rat und Hilfe bei „Depression und Burnout“
Foto: Manuela Galka

STADT UND LANDKREIS HASSBERGE – Wie fühlt sich die Welt für einen Menschen mit Demenz an? Wie kann man Wohnräume so gestalten, dass sie Betroffenen mehr Sicherheit und Orientierung bieten?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben zwei Veranstaltungen im Sitzungssaal des Landratsamts Haßberge, die sich an Angehörige, Fachkräfte und Interessierte richten.

Am Montag, 22. September, von 14 bis 17.30 Uhr, lädt das Landratsamt zu einem informativen Nachmittag mit Demenzberater und Humortherapeut Markus Proske ein. Unter dem Titel „Demenz besser verstehen lernen“ nimmt Proske die Teilnehmenden mit auf eine eindrucksvolle Reise in die Erfahrungswelt von Menschen mit Demenz. Er vermittelt auf anschauliche Weise, wie sich Wahrnehmung, Denken und Verhalten im Verlauf der Erkrankung verändern – und wie wichtig ein wertschätzender, verstehender Umgang ist. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, den sogenannten Demenz-Pfad zu begehen. Dabei erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hautnah, wie sich alltägliche Situationen für Betroffene anfühlen – eine eindrückliche Erfahrung, die das Verständnis für Menschen mit Demenz nachhaltig vertieft.

Demenzsensible Architektur

Am Dienstag, 23. September, wird es von 17 bis 19 Uhr einen Vortrag zum Thema „Demenzsensible Architektur“ geben. Referentin ist Dr. Birgit Dietz, Architektin und Gerontologin, die seit vielen Jahren auf die Gestaltung von Lebensräumen für ältere und demenziell veränderte Menschen spezialisiert ist. In ihrem Vortrag zeigt sie, wie durch gezielte bauliche und gestalterische Maßnahmen Orientierung, Sicherheit und Wohlbefinden im Wohnumfeld verbessert werden können.

Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung bis zum 14. September bei der Pflege- und Wohnberatungsstelle im Landratsamt Haßberge möglich: telefonisch unter 09521/27396 oder per E-Mail an psp@hassberge.de.

Das Programm für die Demenzwoche 2025 umfasst noch einige Veranstaltungen mehr. Das gesamte Veranstaltungsprogramm kann online unter www.pflegestuetzpunkt-hassberge.de abgerufen werden.

Auf dem Bild: Nadja Pfeifer und Vera Ksinski von der Pflege- und Wohnberatungsstelle werben für das Programm der bayerischen Demenzwoche 2025.
Foto: Manuela Galka

Rat und Hilfe bei „Depression und Burnout“

EBERN – Anhaltende Erschöpfung, innere Leere oder das Gefühl, dem Alltag nicht mehr gewachsen zu sein – Depressionen und Burnout gehören zu den häufigsten psychischen Belastungen unserer Zeit. Betroffene fühlen sich oft allein und unverstanden. Doch der Austausch mit anderen kann entlasten und neue Perspektiven eröffnen.

Die neue Selbsthilfegruppe in Ebern kann einen geschützten Rahmen bieten, um offen über eigene Erfahrungen zu sprechen, gegenseitige Unterstützung zu finden und das Gefühl von Isolation zu durchbrechen. Auch gemeinsame Aktivitäten oder thematische Impulse durch Fachleute sind denkbar – je nach Wunsch der Teilnehmenden. Angesprochen sind Erwachsene, die aktuell unter Depression oder Burnout leiden oder davon betroffen waren. Die Gruppe soll kein therapeutisches Angebot ersetzen, sondern als Begegnungsort von Betroffenen für Betroffene dienen – vertraulich, wertschätzend und auf Augenhöhe.

Die Gruppe trifft sich am 7. und 17. Oktober von 17 bis 19 Uhr in Ebern. Interessierte, die an der Gruppe teilnehmen möchten, können sich an die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KOS) am Landratsamt Haßberge wenden: Telefon: 09521 27-313 oder -378, E-Mail: kos@hassberge.de. Alle Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Weitere Informationen zu bestehenden Selbsthilfegruppen im Landkreis Haßberge sind unter www.selbsthilfe-hassberge.de zu finden.

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