KITZINGEN – Unter dem Vorsitz von Landrätin Tamara Bischof fand am vergangenen Freitag im Landratsamt Kitzingen die dritte Beiratssitzung zur Bewerbung der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) für den Titel „Welterbe-Agrarkultur“ statt.
Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, wäre der Landkreis Kitzingen als Teil der Metropolregion mit seinen traditionsreichen Anbaugebieten und Kulturlandschaften in diese internationale Auszeichnung einbezogen.
Die zuständige Projektmanagerin der Metropolregion, Dr. Sabine Groß, stellte den aktuellen Stand der Bewerbungsunterlagen vor. Diese sollen in Kürze über das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat bei der Welternährungsorganisation FAO in Rom eingereicht werden.
Für den Landkreis Kitzingen, in dem Weinbau, Spargel- und Gemüseanbau eine prägende Rolle spielen, bietet der Titel große Chancen:
Nachhaltiger Tourismus: Mehr internationale Gäste, die sich für einzigartige Agrarlandschaften und traditionelle Bewirtschaftungsformen interessieren.
Erhalt landwirtschaftlicher Vielfalt: Würdigung und Sicherung nachhaltiger, im Einklang mit der Natur stehender Landwirtschaft.
Internationale Sichtbarkeit: Stärkung des Profils und Erschließung neuer Märkte sowie Kooperationen.
„Mit dem Welterbe-Titel können wir gemeinsam mit der gesamten Metropolregion zeigen, dass unsere Landwirtschaft nicht nur Geschichte hat, sondern auch Zukunft. Er wäre ein starkes Signal für den Erhalt unserer Kulturlandschaft und eine Einladung an die Welt, unsere Region zu entdecken“, betont Landrätin Tamara Bischof, die auch den Vorsitz des Beirats innehat.
Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, wie wertvoll diese Auszeichnung sein kann: In Peru führte sie zur Wiederbelebung traditioneller Anbaumethoden, in Österreich schützt sie seit Jahrhunderten die Karpfenteichwirtschaft, und in Spanien stärkt sie die nachhaltige Salzgewinnung.
„Ziel ist eine „dynamische Konservierung“ der traditionellen Bewirtschaftungs- und Verarbeitungsformen. Damit setzt die Europäische Metropolregion Nürnberg – und mit ihr der Landkreis Kitzingen – ein deutliches Zeichen für die Verbindung von Tradition und Innovation“, so die Geschäftsführerin der Metropolregion, Dr. Christa Standecker zum Abschluss der Beiratssitzung.
Fotos: Atelier Zudem / Carolin Mäder


