DETTELBACH – Mit einem symbolischen Spatenstich wurde in Dettelbach der Startschuss für den Bau einer Wasserstoff-Produktionsanlage und einer Wasserstofftankstelle der Firma Guttroff GmbH gegeben. Unterstützt wird das Projekt mit insgesamt sieben Millionen Euro aus Förderprogrammen des Freistaats Bayern.
Landrätin Tamara Bischof betonte in ihrem Grußwort die regionale Bedeutung des Projekts: „Manche Spatenstiche sind mehr als nur symbolisch – sie setzen Impulse. Mit dem Baubeginn dieser Wasserstoff-Produktionsanlage entsteht hier in Dettelbach ein Ort, an dem Zukunft aktiv gestaltet wird. Ich freue mich sehr, dass die Firma Guttroff sich entschieden hat, genau hier in unserer Region, im Herzen des Landkreises Kitzingen, in die Energie von morgen zu investieren.“
Die Anlage umfasst einen 5-Megawatt-Elektrolyseur, dessen Bau mit fünf Millionen Euro aus dem bayerischen Elektrolyseurförderprogramm unterstützt wird. Weitere zwei Millionen Euro fließen aus dem Wasserstofftankstelleninfrastrukturprogramm in den Aufbau einer Wasserstofftankstelle.
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der ebenfalls am Spatenstich teilnahm, unterstrich: „Mit unserem Elektrolyseur-Förderprogramm setzen wir die bayerische Wasserstoffstrategie um. In Bayern wollen wir Vorreiter in der internationalen Wasserstoffbranche sein. Und das gelingt nur, wenn wir auch kurz- bis mittelfristig die Verfügbarkeit sicherstellen, bis der Anschluss an das Wasserstoffkernnetz erfolgt.“
Neben der Versorgung des Mobilitätssektors durch die Tankstelle vor Ort sieht das Projekt auch die Einspeisung der bei der Elektrolyse entstehenden Abwärme in das Dettelbacher Nahwärmenetz vor. Für Landrätin Bischof ein Beispiel für ganzheitliches Denken: „Die Verknüpfung von technologischer Innovation mit regionaler Verantwortung zeigt, wie sich Energie- und Klimathemen konkret vor Ort lösen lassen – effizient, verantwortungsvoll und mit direktem Nutzen für die Menschen hier.“
Mit seiner Lage am Mainhafen sowie der Anbindung an Schiene und Autobahn bietet Dettelbach optimale Voraussetzungen für Produktion, Logistik und Verteilung erneuerbarer Energieträger – ein Standort mit überregionaler Strahlkraft.
„Was heute in den Boden gesetzt wurde, ist mehr als ein Fundament aus Beton: Es ist ein klares Signal – für Mut, Fortschritt und Vertrauen in unsere Region. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und wünsche der Bauphase einen guten Verlauf. Ich freue mich schon darauf, wenn in nicht allzu ferner Zukunft grüner Wasserstoff ‚Made in Dettelbach‘ unsere Region antreibt,“ so Bischof abschließend.
Auf den Fotos von Benno Schwab:
- Landrätin Tamara Bischof begrüßt die Entscheidung, eine Wasserstoffproduktionsanlage am Standort Dettelbach zu errichten.
- von links: Waldemar Brohm, Georg Guttroff, Tobias Guttroff, Bianca Guttroff, Hubert Aiwanger, Tamara Bischof und Matthias Bieleck
- symbolischer Spatenstich auf dem Werksgelände der Guttroff GmbH


