EBERN – Die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern kritisiert die am Donnerstagabend verkündete geplante Schließung des Krankenhauses Ebern zum Jahreseende.
„Wir hatten wiederholt aber vergeblich vor den Folgen der bereits vollzogenen Schließung der Chirurgie gewarnt: Keine Flexibilität mehr auf Anforderungen der Krankenhausreform, Ausfall umfangreicher stationäre Erlöse, niedrige Bettenauslastung…. Die Folgen der Schließung hat jetzt der Landkreis Haßberge zu verantworten“, heißt es in einer Pressemeldung.
7.995 Einwohner haben keinen Zugang mehr zu einer akutstationären klinische Notfallversorgung für lebensbedrohende Erkrankungen oder Verletzungen binnen 30 Fahrzeitminuten. Die Region Ebern wird zur Gesundheitsregion 3. Klasse.
„Wir fordern die bayerische Gesundheitsministerin Frau Judith Gerlach auf, dieses Szenario in Gesprächen mit dem Landkreis Haßberge abzuwenden“, so die Aktionsgruppe.
Foto: Klaus Emmerich