HOF IN OBERFRANKEN – Weil ihm der Preis für Bratwürste auf dem Hofer Volksfest zu hoch erschien, wählte ein Mann empört den Polizeinotruf. Er kassierte dafür eine Anzeige.
Der Volksfest-Samstag wurde für einen 18-jährigen Schleizer zum Verhängnis. Nachdem der junge Mann mit reichlich Alkohol ausgiebig gefeiert hatte, wollte er sich zum Ende seines Volksfestbesuches kurz nach Mitternacht noch ein Paar Bratwürste kaufen. Da ihm der Preis zu hoch erschien, trat er mit dem Verkaufspersonal in Preisverhandlungen. Die Verhandlungen verliefen für den 18-Jährigen allerdings erfolglos. Die Bratwürste erwarb er schließlich zum regulären Verkaufspreis.
Zwischen Verkaufspersonal und dem 18-Jährigen entbrannte nun ein Streit, da dieser nun steif und fest behauptete, dass ein günstigerer Preis vereinbart gewesen wäre und er noch Wechselgeld erhalten müsse. Der 18-Jährige wählte deshalb den Polizeinotruf und forderte eine Polizeistreife an. Die Einsatzzentrale schickte dem Mann einen Streifenwagen, doch diesem ging es offensichtlich nicht schnell genug. Er wählte innerhalb weniger Minuten mehrmals den Polizeinotruf. Selbst als die Polizei vor Ort war, rief er weiterhin provokativ bei der Polizei an.
Da der Bratwurstverkauf rechtens war, sich der Streit aber aufgrund der Uneinsichtigkeit des betrunkenen Mannes nicht schlichten ließ, erteilte die Polizei ihm einen Platzverweis. Als der 18-jährige auch diesen nicht befolgte, nahm ihn die Polizei in Gewahrsam und leitete ein Strafverfahren wegen Missbrauch von Notrufen ein. Der Preis der Bratwurst dürfte nun das kleinere Problem sein.
Streit um Vodka-Gläser eskaliert
Ein 35-jähriger Mann wollte auf dem Volksfest bei einem Verkaufsstand Vodka-Gläser erwerben. Als sich Standbetreiber und Kunde über den Preis nicht einig werden, kommt es zu Handgreiflichkeiten.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, etwa gegen Mitternacht, kam es auf dem Volksfestgelände zu einer hitzigen Szene. Ein 35-jähriger Mann aus Plauen fand Gefallen an den Vodka-Gläsern eines Verkaufsstandes. Die Gläser gefielen ihm so gut, dass er sie käuflich erwerben wollte. Er wollte deshalb mit dem Betreiber des Verkaufsstandes einen Kaufpreis aushandeln. Da sich die beiden Männer allerdings nicht einigen konnten, geriet der bereits stark alkoholisierte Plauener in Rage. Er griff eine Bierflasche und warf diese nach dem Standbetreiber. Die Bierflasche verfehlte den Mann nur knapp und schlug hinter diesem in ein Regal ein. Dabei gingen mehrere Gläser zu Bruch.
Der 44-jährige Standbetreiber ließ sich dies nicht bieten und holte zum Gegenschlag aus. Er verpasste dem Angreifer einen Fußtritt und beleidigte ihn. In das Gerangel mischten sich weitere Personen ein und es bildete sich eine Menschentraube. Als ein 37-jähriger Mann für den Plauener Partei ergriff, erhielt dieser aus der Menschenmenge heraus sofort einen Faustschlag auf die Nase. Der 37-Jährige erlitt eine Nasenbeinfraktur. Aber auch der Plauener musste noch einstecken. Er erhielt ebenfalls Schläge ins Gesicht.
Als die Polizei das Gerangel auflöste, beleidigte der Plauener zu allem Überfluss noch einen Polizeibeamten. Die Polizei leitete gegen die Beteiligten mehrere Strafverfahren ein. Für den 35-jährigen Plauener ist das Hofer Volksfest für dieses Jahr beendet. Die Stadt Hof erteilte ihm ein Hausverbot.

