HASSFURT – Die Stadt Haßfurt und ihre Ortsteile – das war fußballtechnisch mal eine ganz große Nummer. Nicht nur weil der einst so ruhmreiche FC Haßfurt sich als Meister der damals drittklassigen Bayernliga Ende der 70er Jahre sogar mal sportlich für die 2. Bundesliga qualifiziert hatte.
Man verzichtete, aus finanziellen Gründen. Danach begann der schleichende Abstieg, heute kann der FCH zumindest wieder auf den Aufstieg in die heute siebtklassige Bezirksliga hoffen. An seiner Seite aktueller Kreisligist: Stadtrivale TV Haßfurt.
Im Umfeld gab es mal den FC Augsfeld in der Landesliga, der sich danach aus finanziellen Grünen zurückzog, heute Kreisklasse spielt. Der SV Sylbach war mal längere Zeit Bezirksligist, die Sportfreunde Unterhohenried spielten Kreisliga, rutschten dann bis in die B-Klasse ab, sind nun wieder Kreisklassist. Der TSV Prappach spielte vor einiger Zeit mal Kreisliga, zog sich dann zurück, ging mit dem FSV Oberhohenried zusammen, inzwischen hörte man auf. Der TSV Wülflingen spielte mal in der Kreisklasse, nun in der B-Klasse. Den TSV Uchenhofen gibt´s in Sachen Fußball schon länger nicht mehr.
Und nun verschwindet wieder ein Team von der Landkarte. In Sylbach zeichnet sich das Ende längst ab, auch wenn man 2023 sogar noch um den Aufstieg in die Bezirksliga spielte. Aktuell ist das Team Letzter der Kreisliga, mit sieben Punkten, 20:106 Toren, die Reserve trat zuletzt schon nicht mehr an.
Gerade mal 1,2 Kilometer entfernt befindet sich der Fußballplatz der Unterhohenrieder, die als Neuling noch gegen den Abstieg aus der Kreisklasse spielen. Die aber wohl gar nicht absteigen können. Denn kommende Saison gibt´s die SG Unterhohenried/Sylbach, die wahrscheinlich den Platz der Sylbacher in der Kreisklasse einnimmt. Eine wohl sinnvolle Entscheidung, um den Fußball in den beiden Dörfern zu retten.
Unser Bild zeigt eine Szene des Derby Sylbach gegen den FC Haßfurt aus der letzten Saison.

