11:0-Lauf der Fitness First Würzburg Baskets in der Crunchtime bringt den Auswärtssieg in Braunschweig

11:0-Lauf der Fitness First Würzburg Baskets in der Crunchtime bringt den Auswärtssieg in Braunschweig
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

BRAUNSCHWEIG / WÜRZBURG – Die Fitness First Würzburg Baskets gehören weiter zur Spitzengruppe der easyCredit BBL: Nach einer hart umkämpften und bis zum Schluss spannenden Partie holte die Mannschaft von Headcoach Sasa Filipovski am Aschermittwoch einen 87:82-Sieg beim easyCredit BBL-Schlusslicht Basketball Löwen Braunschweig.

Die Gastgeber spielten vor knapp 3300 Zuschauern in der Volkswagen Halle mit der aus den fünf Viertelfinal-Begegnungen der vergangenen Saison bekannten Intensität und lagen über weite Strecken knapp in Führung.

Beim Seitenwechsel betrug der Vorsprung der Löwen vier, nach dem dritten Viertel drei und zweieinhalb Minuten vor dem Ende wieder vier Punkte. Dann bekamen die Baskets mehrere Stopps in der Verteidigung und holten sich durch einen 11:0-Lauf live bei Dyn einen verdienten Auswärtssieg. Brae Ivey (24 Punkte), Marcus Carr (18) und Davion Mintz sorgten in dieser Phase wie im gesamten Spiel für die wichtigen Baskets-Punkte. Topscorer der Partie war Braunschweigs Simi Shittu mit 27 Zählern.

Gegner im nächsten Heimspiel sind nach der Top Four- und Länderspielpause am 6. März (Freitag / 20 Uhr) die Niners Chemnitz, acht Tage später (14. März / 18:30 Uhr) sind die Telekom Baskets Bonn in der tectake Arena zu Gast. Tickets für beide Partien gibt es im Onlineshop.

Simi Shittu war nicht der einzige Neuzugang der Niedersachsen, mit dem die Baskets ihre Probleme hatten: Spielmacher Kaza Kajami-Keane, ebenfalls Kanadier und Nationalmannschaftskollege von Marcus Carr und David Muenkat, erzielte acht seiner elf Punkte und verteilte sechs seiner neun Assists in der ersten Halbzeit.

Weil die Baskets in den ersten sechs Minuten außerdem mit der defensiven Intensität der Gastgeber noch nicht wirklich zurecht kamen, sah sich Headcoach Sasa Filipovski beim Spielstand von 18:10 gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und seine Spieler an den Gameplan zu erinnern.

Löwen-Kapitän Chip Flanigan konnte danach per Dreier zwar die höchste Führung der Hausherren herauswerfen (21:10), die Baskets hatten jetzt aber Rhythmus und Selbstvertrauen gefunden und kamen mit einem 10:0-Lauf noch vor Ende des ersten Viertels zurück in die Partie – ein Dreier von Johnathan Stove, ein Korbleger und ein spektakulärer Dunk von David Muenkat und ein weiterer Drei-Punkte-Treffer von Lukas Herzog stellten den Spielstand in der 9. Minute auf 21:20.

Weil Braunschweig zwei und Brae Ivey auch noch einen Dreier traf, endete der erste Abschnitt mit 27:23. Im weiteren Spielverlauf nutzten die Baskets dann ihre Distanzwürfe deutlich besser als die Niedersachsen und blieben unter anderem dadurch immer in Schlagdistanz.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts setzten sich die Löwen auf 31:23 ab, Davion Mintz antwortete von außen (31:26). Im weiteren Verlauf des zweiten Viertels übernahm Brae Ivey und erzielte elf der nächsten 18 Baskets-Punkte.

Näher als 32:31 nach einem Ivey-Dreier kamen die Gäste aber zunächst nicht heran – Braunschweig spielte im Angriff weiter mit viel Selbstvertrauen und konnten sich auf Simi Shittu verlassen. In der 15. Minute sorgte Ivey mit einem Korbleger für den 37:37-Ausgleich, durch einen Dreier von Marcus Carr gingen die Baskets zwei Minuten später sogar kurz in Führung (41:42, 18. Minute).

Zwei Dreier von Löwen-Kapitän Ferdinand Zylka und Adrian Worthy, der in der U16 übrigens für die Würzburg Baskets Akademie gespielt hat, sorgten danach für die 48:44-Halbzeitführung der Gastgeber.

In diesem Stil ging es lange Zeit auch in der zweiten Halbzeit weitere, obwohl die Braunschweiger nach der Pause nur noch zwei Dreier bei zwölf Versuchen trafen. In der 26. Minute lagen sie mit sechs Punkten vorne (59:53), kassierten aber umgehend den nächsten Dreier von Lukas Herzog, der später mit seinem dritten Distanztreffer den Spielstand wieder ausgleichen konnte (63:63, 29. Minute). In Führung gehen konnten die Baskets in dieser Phase aber noch nicht – 67:64 lautete das Ergebnis nach drei Vierteln.

Die erste Baskets-Führung in der zweiten Halbzeit holte Brae Ivey nach einem Ballgewinn per Korbleger (70:71, 32. Minute), Braunschweig zeigte sich aber unbeeindruckt, zog dreimal in Folge erfolgreich zum Korb und lag zwei Minuten später wieder mit fünf Punkten vorne (76:71, 34. Minute).

Marcus Carr glich durch Korbleger und Dreier erneut aus (76:76, 37. Minute), dann setzte sich Simi Shittu erneut zweimal in der Zone durch und brachte Braunschweig noch einmal mit 80:76 in Führung.

Davion Mintz antwortete mit einem erfolgreichen Halbdistanz-Sprungwurf und leitete damit zweieinhalb Minuten vor dem Ende die entscheidende Phase des Spiels ein. Die Baskets machten jetzt die eigene Zone dicht, zwangen die Löwen zu schwierigen Würfen und holten sich vorne durch zwei Korbleger von Mintz und Carr, einen offenen Dreier aus der linken Ecke und zwei Freiwürfe von Brae Ivey den entscheidenden 80:87-Vorsprung und den verdienten Auswärtssieg.

Basketball Löwen Braunschweig – Fitness First Würzburg Baskets 82:87
(27:23, 21:21, 19:20, 15:23)

Für Würzburg spielten:
Brae Ivey 24 Punkte/4 Dreier, Marcus Carr 18/2, Davion Mintz 15/2 (5 Assists), Lukas Herzog 9/3, Christian Skladanowski 6, Johnathan Stove 5/1, Eddy Edigin Jr. 4, David Muenkat 4, Charles Thompson 2, Leo Saffer.

Top-Performer Braunschweig:
Simi Shittu 27 (12 Rebounds), Luka Scuka 11/1 (10 Rebounds), Kaza Kajami-Keane 11/3 (9 Assists), Chip Flanigan 11/1.

Key Stats:
Fastbreakpunkte: Würzburg 15 – Braunschweig 6
Dreierquote: Würzburg 43 Prozent – Braunschweig 31 Prozent

Stimmen zum Spiel

Marcus Carr, Fitness First Würzburg Baskets:
„Entscheidend für den Sieg war, dass wir in der zweiten Halbzeit besser verteidigt haben. Respekt an Braunschweig, sie haben vor ihren Fans mit viel Energie gespielt und uns das Leben schwer gemacht. Wir waren etwas frustriert, haben dann aber in der Pause darüber gesprochen, was wir besser machen müssen. Danach haben wir unseren Gameplan besser umgesetzt. Dann hat es zwar bis zum vierten Viertel gedauert, in der Schlussphase haben wir aber die Stopps bekommen und gute Würfe getroffen. Für uns ist es immr wichtig, dass wir den Gameplan durchziehen, mit mehr Energie spielen als der Gegner und in der Verteidigung Stopps haben.“

Sasa Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Das Spiel ist in der ersten Halbzeit nicht so gelaufen, wie wir es erwartet hatten und wie wir es wollten. Wir hatten Probleme, vor allem beim Rebounding und mit Shittu, der vor der Pause 13 Punkte gemacht und sechs Rebounds geholt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir besser verteidigt, hatten aber immer noch Schwierigkeiten beim Rebound, deswegen konnten wir unsere Verteidigungssequenzen nicht immer gut beenden. Wir sind aber ruhig geblieben und haben bis zum Ende an den Sieg geglaubt. Dann ist es uns in den letzten beiden Minuten gelungen, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Braunschweig spielt nach dem Trainerwechsel mit einer neuen Energie. Sie sind eine gute Mannschaft, die stark gespielt und auch hart gekämpft hat – Respekt dafür. Auswärtssiege sind immer wichtig, daher sind wir sehr zufrieden heute. Jetzt können wir uns ein paar Tage ausruhen, regenerieren und uns auf den sehr schwierigen Spielplan nach der Pause vorbereiten. Ich wünsche Braunschweig alles Gute. Außerdem vielen Dank an unsere Fans, die uns hier unterstützt haben.“

Ramón Díaz, Headcoach Basketball Löwen Braunschweig:
„Grundsätzlich haben wir ein gutes Spiel gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit. Da haben wir nahezu alles umgesetzt, was wir in den letzten drei Tagen trainiert hatten. Wir haben versucht, in der Verteidigung aggressiv zu sein und die Transition voranzutreiben. Deshalb lagen wir im ersten Viertel mit vier Punkten in Führung und haben guten Basketball gezeigt. Aber je länger das Spiel dauerte, desto mehr haben wir an Physis verloren. Am Ende waren wir sehr müde, hatten viele Ballverluste und konnten nicht den Basketball umsetzen, den wir spielen wollen. Die Botschaft ist für mich daher klar: Wir müssen noch härter trainieren und versuchen, das gute erste Viertel auf das gesamte Spiel zu übertragen.“

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert